Ambra über die Liebe

© 2017 Mademoiselle Isabelle

Darf ich mal ausnahmsweise so richtig kitschig werden?

Eigentlich bin ich der Meinung, bei Romanen sollte es in erster Linie um Unterhaltung gehen, in zweiter Linie darf dann von mir aus auch ein bisschen Message mit rein, wenn es passt. Aber einmal, diese eine Mal, verzeiht mir bitte, wenn ich meine Message in Worte fasse, um sie direkt und unmissverständlich loszuwerden.

Ich schreibe Liebesromane oder Romane, in denen die Liebe zumindest eine gravierende Rolle spielt. Bewegendes zu schreiben, bei dem die Liebe keine Rolle spielt, kann ich mir nicht vorstellen. Und was ist mir wichtig dabei?

Liebe ist nicht limitiert, weder von Geschlecht, Anzahl, Vorlieben, Erziehung noch sonst etwas. Liebe, egal in welcher Erscheinungsform, ist großartig. Jeder Tropfen davon macht unsere Welt ein bisschen besser.

Das war’s. Musste mal gesagt werden. Das mögen zwar schon viele getan haben, aber ich noch nicht.

Für Dich…oder einen lieben Menschen

Interesse an einem signierten Exemplar mit individueller Widmung? Auch als besonderes Geschenk für Leseratten geeignet. Ich habe einen Handbestand für Lesungen, den ich räubern kann. Wer eines möchte, bitte Nachricht zukommen lassen.

Ein ernsthaftes Gespräch mit einer Clownin

Gibt es dieses Wort überhaupt? Muss ich „weiblicher Clown“ sagen? Oder ist es vollkommen schnurz, welches Geschlecht ein Clown hat?

Was ich erzählen will:

Im Café begegnete mir eben besagtes Humorwesen. Aus der Frage, wie sie ihre beiden Gummienten taufen soll, entwickelte sich ihre Frage: „Sind sie Dichterin?“ Nein, aber so ähnlich, Autorin. Und schon waren wir in einem wunderschönen locker-leichten Gespräch über ernsthafte Themen, in dessen Verlauf ich mein Lieblingsgedicht rezitieren durfte, „He wishes for the cloths of heaven“  von W. B. Yeats.

Als Abschiedsgeschenk bekam ich ein schönes Zitat von Albert Camus mit den Stichpunkten Fantasie und Humor.

Manchmal schenkt einem der Alltag einen Diamantenmoment.

http://www.clownsamsee.de/

 

Lesung

Ich durfte meine erste Lesung halten! Hat Spaß gemacht, und als Lohn gab es ein Glas Wasser, Kaffee und Kuchen.

Ein Anfang!

Fortsetzung folgt

Ein Himmel so blau wie Bos Augen …

Die letzten Wochen war ich hin- und hergerissen. Ich habe Herz und Hirn investiert, um einzuschätzen, welche meiner beiden Fortsetzungen Euch, liebe Leser, am meisten interessiert. Auf der einen Seite ist da die Geschichte von „Zimt & Zitrone“ aus Sicht der Männer, auf der anderen Seite die zeitliche Fortsetzung.

Wer das Originalbuch gelesen hat, hat eine Vorstellung davon, welche Teile der Geschichte nicht erzählt wurden, weil Dani nicht alles mitbekommen hat. Ich dachte immer, als Autorin habe ich alle Fäden in der Hand. Das stimmt nicht. Die tatsächliche Macht liegt bei den Charakteren. Während des Schreibens überraschten mich Nick und Bo damit, was sie mir alles einflüsterten. Von der Liebesgeschichte, die dabei entstand, war ich am Ende selbst gerührt. Das geht nicht jedem so. Die Zielgruppe, die dabei angesprochen wird, ist … speziell.

Auch die zeitliche Fortsetzung fordert von meiner Leserschaft, ihre Grenzen noch mehr zu erweitern, als beim ersten Mal. Die beiden Männer legen die Latte jedoch höher. Wobei, heutzutage sind Leser eine Menge gewöhnt … Nichtsdestotrotz, in Sachen „Grenzen erweitern“ wäre es wohl sinnvoll, zuerst die chronologische Fortführung zu erzählen.

Dennoch kommt es nun anders. Es war eine schwierige Entscheidung. Aber wie gesagt, die Macht der Charaktere ist größer als meine. Wenn ich die Geschichte der Männer nicht veröffentliche, nervt mich Plappermaul Bo unendlich.

Dann werde ich dieses Manuskript weiter geben. Und Ihr wisst hiermit, die Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt.

 

Coole Mama!

 

Nein, kein Spruch eines Teenies, der mich versucht anzumachen, sondern einer Person, bei der das den tatsächlichen Verwandtschaftsgrad beschreibt. Schon wieder ein persönlicher Einblick ins Familienleben? Wird ja schon zur schlechten Gewohnheit …

In „Zimt & Zitrone“ geht es unter anderem darum, coole Eltern unter besonderen Umständen zu bleiben. Deshalb denke ich, die Geschichte passt hier irgendwie her.

Neulich hatte ich meine fast-Teenager-Tochter und Schulfreunde im Auto. Tochter: „Ich will mir die Haarspitzen grün färben. Heute Nachmittag kaufe ich mir Farbe.“ Mutter: „Grün wird nicht einfach. Das bekommst du kaum und musst außerdem erst mal deine Haare entfärben. Viel Erfolg.“ Kind: „Habt ihr das gehört? So ist das bei uns, ich dürfte das machen! Meine Mutter ist cool.“

Mutter ist verwundert. Denkt Kind tatsächlich, das wäre schockierend? Sie weiß nicht, dass Mutter mit vierzehn gerne hellblaue Haarspitzen gehabt hätte und sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat.

Aber richtig, sie gehört zur heutigen Generation. Da habe ich vor einiger Zeit einen genialen Spruch gelesen, ich glaube in Facebook auf den Twitterperlen: Bei uns gab es Sex and drugs and rock’n’roll. Heute gibt es Laktoseintoleranz, Veganismus und Helene Fischer. Sollte ich hierbei falsch zitiert haben, bitte ich um Verzeihung, es geschah nicht in böser Absicht und ich bin zur Berichtigung bereit. Einen Doktortitel, den man mir entziehen sollte, habe ich nicht.

Zurück zum Thema. Die jungen Leute machen es einem wirklich einfach, cool zu sein. Bei dem Gedankengang fiel mir auf, dass ich das Gebiet Sex and drugs and rock’n’roll komplett in meiner „Zimt & Zitrone“-Serie behandle, sofern ich sie eines Tages vollständig veröffentlicht habe. Natürlich altersgemäß mit Protagonisten in ihren Vierzigern und Fünfzigern, der letzten wahren coolen Generation.

Die wichtigste Kritikerin

Heute gibt es einmal einen sehr persönlichen Beitrag.

Zitat aus „Zimt & Zitrone“: „ … Auf der anderen Seite, wie sollte es jemals jemand lesen dürfen, wenn sie es nicht einmal den Menschen in ihrem Leben zeigen konnte, die ihr am nächsten standen? …“

In diesem Sinne habe ich meiner ältesten Tochter, frühes Teenageralter, den Roman vorgelesen. Nein, ich lese meinem Kind keine Erotikszenen vor! Natürlich die zensierte Version.

Nach dem Schlusssatz holte ich ein Feedback ein. Sie fand den Roman pflichtgemäß toll, allerdings bemerkte sie, die Hauptfigur, Dani, würde sich wenig weiterentwickeln. Sie sei nicht eigenständig genug. Sieht so aus, als erwartet mein Kind, dass Frauen tough sind!

Stimmt, die Männer entwickeln sich stärker. Allerdings musste ich ihr erklären, dass ein Teil von Danis Entwicklung im zensierten Bereich steckt. Okay, das könne sie nicht beurteilen.

Dann sahen wir uns zusammen Amazon-Rezensionen an. Ich befragte sie, wie sie zu den Punkten steht. Sie widersprach einem Kritikpunkt und begann ihren Satz mit: „Ich finde die Aussage des Buchs gut und dass …“. Zu meiner Überraschung nannte sie fast wortgenau die Prämisse, die mich beim Schreiben begleitete. Natürlich war sie in viele Worte eigebettet, denn meine Tochter ist damit selten sparsam.

Also erklärte ich ihr, so gut ich konnte, was eine Prämisse in einem Roman ist. Ihre Aussage: „Das hast du gut hinbekommen.“

Allein für die Mutter-Tochter-Gespräche, die entstehen, hat es sich gelohnt, ein Buch zu schreiben.

Natürlich auch dafür, Lesern eine unterhaltsame und anregende Lektüre zu bieten. Mit denen konnte ich mich nur bisher selten so intensiv austauschen wie mit meiner wichtigsten Kritikerin.