Neues im Mai

Bild: Pixabay

Es wird mal wieder Zeit, etwas von mir zu posten. Im Moment pendle ich mich nach wie vor in den Alltag ein. Ich habe für alles weniger Kraft, so auch fürs Schreiben. Aber ich muss dafür wieder Zeit finden, denn es macht mich glücklich. Also trainiere ich. Inzwischen habe ich Ideen für sechs bis acht neue Projekte, es muss einfach weitergehen! Letzte Woche habe ich jeden Tag mindestens eine Stunde am aktuellen Manuskriptgearbeitet, das ist ja schon was!

Ein kurzer Einblick aus meinem Alltag: Eine sehr gute Testleserin machte mich auf generellen Schwächen in den Dialogen und Charakterentwicklungen aufmerksam. Also überarbeite ich gerade alle wörtliche Reden und denke darüber nach, wie ich die Charaktere besser zeichnen kann. Enorm hilfreich ist mir dabei meine wichtigste Kritikerin: Meine Teenagertochter, die mit ihren fast 14 Jahren echt schon Ahnung von Literatur hat und den Roman gerade liest. Im Feedbackgespräch mit ihr komme ich auf gute Lösungen, glaube ich.

Großes Lob

Das Buch ist Ihr Favorit

Meine Teenager-Tochter ist eine sehr anspruchsvolle Leserin. Umso mehr freut es mich, wenn meine Werke Gnade vor ihren Augen finden. Aber eigentlich beginnt das, was ich erzählen möchte, woanders.
Vor Kurzem war ich für mehrere Wochen in einer Reha. Selbstverständlich hatte ich auch meine Bücher dabei und redete davon. „Zimt & Zitrone“ fand vier neue Leser. Einer Mitpatientin las ich insgesamt die erste Hälfte des Buches  vor, ich war also ihr menschliches Hörbuch. War das cool, die Reaktionen eins zu eins mitzubekommen und mit ihr über das Buch sprechen zu können! Solche Chancen muss ich auch in Zukunft nutzen, wenn ich es kann.
Meine Tochter allerdings zuhause: „Waaas? Du hattest ‚179 Euro 70‘ dabei, und das wollte keiner?“ Sie liebt mein Roadmovie nämlich. Wollte ich nur noch mal erwähnen …

Stiefmütterlich


Mein Roadmovie ist das ungerechtfertigte Stiefkind, das viel zu wenig Aufmerksamkeit von mir erhält. Das nächste Projekt hat mich so in seinen Bann gezogen, dass ich mir keine Zeit nehme, „179 Euro 70“ bekannt zu machen. Dabei lohnt es sich, die Geschichte zu lesen!
Deshalb lasst mich auch auf die zweite Rezension aufmerksam machen. Manchmal ist es einfacher, andere sprechen zu lassen.
Rezension

Konflikte


Eigentlich sollte ich mich um die Vermarktung vom Roadmovie kümmern, aber mein Irlandroman will mit solcher Wucht aus mir heraus, dass kaum etwas anders funktioniert als zu Schreiben. Deshalb ist gerade Durststrecke auf den Sozialen Medien meinerseits.

Nächste Woche muss ich für Untersuchungen ins Krankenhaus. Mal sehen, wie viel ich dort zum Schreiben komme. Damit ich das Gefühl habe, die andere Seite nicht völlig zu vernachlässigen, nehme ich ein Taschenbuch von 179 Euro 70 mit. Vielleicht kann ich ja jemanden neugierig machen.

Rezension

Zimt und Zitrone ist ein Roman, der vor allem Frauen anspricht. Ich war jedoch schon lange furchtbar neugierig darauf, wie er auf Männer wirkt. Auf der Onlinebuchmesse traf ich einen männlichen Blogger, den ich für die Geschichte gewinnen konnte. Mann, war ich nervös! Schaut selbst, was ein männlicher Nicht-Erotik-Leser darüber sagt: Rezension von lesbar

Online Buchmesse

Vom 6. bis zum 17. Oktober bin ich bei der #obm2018 dabei. Ihr findet mich in der #obm2018Halle1

Liebe Leseratten, kommt vorbei, schaut Euch um, es gibt viel zu entdecken! Ich freue mich auf Euch auf Facebook und Instagram.

Nachtrag nach Ablauf der Zeit: Hier könnt ihr alle Beiträge zur Messe nachlesen. Viel Spaß!

Heute im Autoren-Hilfeforum auf Facebook


… und natürlich auch gerne hier für Euch:

Erotik Event – Autorin Nr. 1
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Ambra Lo Tauro
1) Stell dich einmal vor, wer bist du, woher kommst du, wie lebt es sich als Autor von erotischen prickelnden Geschichten bzw. Sex-Abenteuern?
Hallo und herzlich willkommen. Ich nenne mich Ambra, bin beim Blick auf mein Geburtsdatum Anfang der 1970er jedes Mal verwundert, komme aus Süddeutschland und habe deutsch-italienische Wurzeln. Erotische Geschichten zu schreiben fühlt sich verwegen an, denn ich bin gerne ab und zu ein bisschen schamlos, vor allem, da man mir das wahrscheinlich wenig zutraut. Seitdem ich in dem Bereich unterwegs bin, ist mein Leben definitiv interessanter geworden.
2) Wie bist du auf dieses Genre aufmerksam geworden? (War es schon immer dein Wunsch? Wolltest du dich mal ausprobieren, ist es Zufall oder folgst du einer heimlichen Passion?)
Vor etwa drei Jahren fielen mir im Supermarkt die vielen Erotikromane auf, die zwischen Backzeitschriften und Erdnüssen verkauft wurden. Als einer dabei war, dessen Geschichte in ein Thema verpackt war, das mich interessierte, griff ich beim Warten zu und stellte fest, das ist bequeme „Limo-Literatur“: Süffig, man hat Spaß, während man sie in sich schüttet, Nährwerte, hier die geistigen, nimmt man allerdings keine auf. Ich meine das nicht abfällig! Ab und zu hat man einfach Lust darauf. Davor dachte ich immer, Sex hat man, darüber liest und schreibt man nicht. In meiner Midlife-Crisis, oder wie auch immer man den Zeitpunkt nennen will, an dem man sich fragt, welches Lebensziel einem eigentlich noch wichtig ist, war klar, ich muss wieder zu schreiben beginnen. James N. Frey sagt in seinem Ratgeber, die Figuren eines Romans sollten von allem mehr haben, unter anderem von Sex. Die Geschichte, die ich im Kopf hatte und schrieb, hat ganz eindeutig sexuelle Motivatoren, aber der erste Text kam mir sehr brav vor. Also kniete ich mich in die Materie, bildete mich sozusagen weiter. Am Ende hatte ich eine Erotik-Trilogie geschrieben und ein wesentlich interessanteres Leben als zuvor.
3) Wer weiß von dir, dass du schreibst (Familie, Freunde, Bekannte, etc.)? Wie finden die das so? Unterstützen die dich? Lesen sie deine Geschichten/Bücher/Werke?
Alle wissen, dass und was ich schreibe, auch meine Kinder. Die sind mächtig stolz auf mich, obwohl ihnen das Thema manchmal peinlich ist. Ansonsten sind die Reaktionen zu verschieden, um sie in einem Satz zusammenzufassen. Sie reichen von: „Willst du, dass die Leute so von dir denken?“, bis zu: „Ich bewundere dich.“ Nennen wir sie einfach vielfältig, und ebenso unterschiedlich ist das Ausmaß der Unterstützung.
4) Wenn du deine Geschichten schreibst, versetzt du dich dann in die Lage der Prota-/Antagonisten oder schreibst du aus Sicht des Erzählers?
Ich schreibe aus der Perspektive einer der Protagonisten, die auch mal wechselt. Derzeit übe ich mich in der Ich-Perspektive, meine erste Wahl war der personale Erzähler. Wichtig ist mir das, weil ich mich tief in die jeweiligen Charaktere hineinversetzen möchte, die ganze Gefühls- und Gedankenwelt erfassen will, und da passen diese Erzählweisen am besten.
5) Kann man dich und deine Werke irgendwo lesen? Hältst du gar Lesungen? Wenn ja, wo und wie waren bisher deine Erfahrungen diesbezüglich? (Wie laufen deine Lesungen so ab? Welche Altersgruppe gehört dein Publikum an?)
Meine Erotik Trilogie „Zimt & Zitrone“ kann über Amazon als Taschenbuch bestellt werden, in der Kindle Version: Zimt & Zitrone und ansonsten bei den meisten E-Book-Anbietern. Bisher habe ich erst eine öffentliche Lesung gehalten. Ich habe noch nicht herausgefunden, wo ich am besten aus diesem Genre lese. In meinem Freundeskreis habe ich einmal eine private Lesung gehalten, auf Wunsch mit erotischen Szenen, und eine Zuhörerin kicherte ständig aus Verlegenheit. Das empfand ich nicht unbedingt als stimmungsfördernd. Die Altersgruppe? Weil genug Geschichten über hippe Twens zu finden waren, schrieb ich als Kontrast von Protagonisten in ihren Vierzigern, mit allem, was sich in einem Leben bis dahin so ansammelt. Meine ursprüngliche Zielgruppe war zwischen 25 und 50 Jahren. Als meine 20-jährige Nichte den ersten Roman testweise vorab las, meinte sie, ich solle die Altersspanne herabsetzen auf ab 20. Also kann ich mir eine breite Altersgruppe grundsätzlich vorstellen.
6) Hast du schon mal was total Verrücktes gemacht? Bist wobei erwischt worden, hast es vielleicht sogar genossen, weil du den Kick, den Thrill dabei liebst, etwas Verbotenes zu tun?
Wer hat das nicht? Ich lasse den Lesern gerne ihre Fantasie. Eine Sache war ziemlich verrückt, aber unabsichtlich, als ich, ohne es bewusst wahrzunehmen, auf der Betriebsversammlung im Brotjob in einem Saal mit 300 Leuten den Reißverschluss an meinem Kleid öffnete und einen Einblick auf die Unterwäsche gewährte. Wie gut, dass Erotik-Romane zu schreiben die Schamgrenze verschiebt. So sehr gelacht habe ich in der Firma selten.
7) Gibt es einen oder mehrere Autoren aus deinem Genre, die du selbst gerne liest, denen du nacheiferst, weil sie das gewisse Etwas haben? Oder folgst du deinem eigenen Stern?
Ich bewundere verschiedene Schriftsteller, aber um ehrlich zu sein, überwiegend in anderen Genres. Am häufigsten begeistern mich unter den Erotik-Autoren die aus der Gay-Szene, da habe ich hin und wieder schon Großartiges gelesen. Ansonsten will ich Erotik für diejenigen bieten, die ein Buch noch eine Weile nachwirken lassen wollen und Gedankenanstöße suchen. Dafür ist es notwendig, sich auch außerhalb des Genres Inspiration zu holen.
8) Was schreibst du noch? Findet man dich in weiteren Genres oder ist der Erotikbereich für dich fesselnd und ausfüllend genug, dass du nur hier verortet bist?
Nach drei erotischen Romanen will ich auch anderes schreiben. In meiner Schublade wartet ein literarisches Roadmovie, ich arbeite an einer Romance-Story, darüber hinaus habe ich die Entwicklungsgeschichte einer Beziehung über vierzig Jahre konzipiert und ein paar Kapitel geschrieben. Keines dieser Projekte fällt unter Erotik, aber in allen werden vereinzelt, mal mehr, mal weniger explizite Szenen vorkommen. Weil ich das jetzt kann und Spaß daran habe.
9) Schreibst du unter deinem realen Namen oder unter Pseudonym? (z.B. als Mann oder Frau)
Unter einem offenen Pseudonym.
10) Hast du eine Facebookseite/Internetseite, über die man dir und deinem Wirken folgen kann? Welche Informationen gibst du dort z.B. preis?
www.lotauro.de – come in and find … Ihr wisst schon was. Auf meinem Instagram-Account ambralotauro gibt es auch noch manches zu entdecken, teilweise privat.
11) Welches Ziel/welche Ziele hast du dir als nächstes gesteckt? Als AutorIn und oder privat?
Weiterschreiben, glücklich sein. Derzeit nehme ich an einem Wettbewerb teil, ein Gewinn dort wäre fantastisch. Das ist aber eher ein Wunsch als ein Ziel, denn eingereicht ist der Beitrag bereits.
12) Was würdest du sagen, ist so typisch Erotik Autor? Man liest immer mal wieder, dass es eine eingeschworene Gemeinschaft gibt. Siehst du das auch so?
Schwierig. Ich habe zwar auch Kontakt zu Erotik-Autoren, aber nur unter anderem. Jeder Mensch, jeder Autor ist unterschiedlich, egal, in welchem Genre er oder sie schreibt. Am ehesten glaube ich, dass es in der Erotikszene entspannt und locker zugeht. Ist das nun Persönlichkeit oder Image, ketzerisch gefragt?
13) Woher stammen deine Ideen für die Werke, die du verfasst? Aus Filmen, Erzählungen, Büchern, selbst erlebt oder Fantasien, oder oder?
Dort gibt es überall Steine, die die Geschichten anstoßen und im Rollen halten, vor allem aber bietet der Kontakt mit realen Menschen Inspiration. Ich bin überrascht, welch großen Einblick einem die Leute gewähren, wenn man ihnen erzählt, dass man schreibt.
14) Was unterscheidet deine Werke von den anderen?
Die Protagonisten sind zwischen 36 und 49 Jahre alt, die Hauptperson ist eine geschiedene, alleinerziehende, pummelige Schwäbin. Ich wollte über eine Frau schreiben, wie ich sie aus meinem Alltag kenne, nicht eine hippe Amerikanerin in ihren Zwanzigern. Das fehlte mir in der „Limo-Literatur“. Warum sollen die spannenden Geschichten denn immer nur diejenigen erleben, die außerhalb unserer Lebenswirklichkeit stehen? Und: Erotik endet nicht mit dem dreißigsten Geburtstag oder dem ersten Kind.
15) Gibt es etwas, dass man in allen deinen Werken finden kann?
Oh je, jetzt kommt ein verpöntes Wort: „Multikulti“. Was dahinter steckt: Ich entstamme einer binationalen Ehe, habe Freunde aus der halben Welt. Ich stehe schon immer zwischen verschiedenen Kulturen und genieße es. Irgendwann bemerkte ich, dass sich das auch in meinen Romanen wiederfindet. Das macht für mich einen Teil des Reizes der Geschichten aus. Wobei in „Zimt & Zitrone“ quasi alle aus dem westeuropäischen Kulturkreis stammen, von daher sind die Unterschiede nicht extrem.